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Kampf gegen Strukturkriminalität
Die Solothurner Regierung geht aktiv gegen Strukturkriminalität vor und hat im ersten Halbjahr 2026 60 Betriebe und über 200 Personen kontrolliert, berichtet die Solothurner Zeitung vom 1. Juli 2026. Die Kontrollen führten unter anderem zu neun Betriebsschiessungen, zwanzig Strafanzeigen und sieben Fahndungstreffern. Marc Hänni, Leiter Arbeitsbedingungen beim AWA, ist mit dem bisher Erreichten grundsätzlich zufrieden.
Wo Flexibilität endet und Verantwortung beginnt
Subunternehmen sind aus der heutigen Wirtschaft nicht wegzudenken. Sie schaffen Flexibilität und ermöglichen eine spezialisierte Auftragsabwicklung. Gleichzeitig zeigen aktuelle Fälle, dass verschachtelte Subunternehmerketten missbraucht werden können. Gehen Verantwortlichkeiten verloren, drohen Lohndumping, Schwarzarbeit und Verstösse gegen arbeitsrechtliche Vorschriften. Die Folgen treffen nicht nur die Betroffenen, sondern auch jene Unternehmen, die sich korrekt verhalten. Mehr dazu im Wirtschaftsflash 3/2026 ein.
Ein missbräuchlicher Konkurs darf sich nicht lohnen
Strukturkriminalität ist im Kanton Solothurn längst keine abstrakte Grösse mehr. Sie zeigt sich dort, wo Märkte eigentlich fair funktionieren sollten: bei Löhnen, Abgaben – und zunehmend auch bei Konkursen. Der Kanton selbst hält in seinem Strategiepapier 2025 zur Strukturkriminalität unmissverständlich fest, dass der gezielte Missbrauch der liberalen Wirtschaftsordnung System angenommen hat. Missbräuchliche Konkurse werden dabei explizit als Teil dieser Entwicklung bezeichnet, nicht als bedauerliche Einzelfälle, sondern als organisierte, wiederkehrende Praxis. Mehr dazu im Wirtschaftsflash 01/2026
Schwarzarbeit: ein Risiko für den Wirtschaftsstandort
Der volkswirtschaftliche Schaden durch Schwarzarbeit im Kanton Solothurn wird auf rund 280 Millionen Franken pro Jahr an entgangenen Sozialversicherungsbeiträgen und Steuereinnahmen geschätzt. Diese Zahl steht exemplarisch für ein wachsendes Problem, das nicht nur staatliche Finanzen und Sozialwerke, sondern auch den fairen Wettbewerb in Wirtschaft und Gewerbe gefährdet. Mehr dazu im Wirtschaftsflash 3/2025
Strukturkriminalität als Schwerpunkt im Legislaturplan 2025-2029
Schwarzarbeit verursacht im Kanton Solothurn enorme Schäden und führt zu einem massiven Steuerausfall. Schwarzarbeit ist auch Wettbewerbsverzerrung. Wer keine Sozialleistungen und Steuern zahlt, benachteiligt legale Unternehmen, da die Leistungen massiv günstiger angeboten werden. Die soziale Absicherung ist ebenfalls nicht gegeben und Schwarzarbeit untergräbt die Rechte der Arbeitnehmenden. Der Regierungsrat hat beschlossen die Strukturkriminalität als Schwerpunkt in den Legislaturplan 2025-2029 aufzunehmen.